Essen

Spezialitäten von Fukuoka

Scharf eingelegter Dorschrogen
Scharf eingelegter Dorschrogen
(karashi mentaiko)
Fast schon ein Symbol für Fukuoka und vom hiesigen Speiseplan nicht wegzudenken! Der Dorschrogen wird hierfür für eine bestimmte Zeit in eine scharfe Sauce aus rotem Pfeffer eingelegt. Jeder Hersteller ist dabei stolz auf seine ganz eigenen Rezepte. Das Ergebnis ist eine kräftige Schärfe mit typischem Aroma. „Karashi mentaiko“ passt sowohl zu Sake als auch zu weißem Reis und wirkt appetitanregend. Auch für Pastagerichte oder Pizza wird es gern verwendet.
Geflügeleintopf
Geflügeleintopf
(mizutaki)
„Mizutaki“ ist ein typisches Gericht aus Fukuoka mit einer etwa 100jährigen Tradition. Für diesen Eintopf wird grob zerkleinertes Geflügelfleisch langsam gekocht, bis sich eine kräftige Brühe bildet, in welcher dann das Gemüse gekocht wird. Selbst ohne Gemüseeinlage schmeckt die Geflügelbrühe hervorragend. Kenner nehmen zuerst etwas von der Brühe, die sie ganz leicht nach ihrem Geschmack salzen. Anschließend werden das Geflügelfleisch und das Gemüse gegessen, und am Schluss wird Reis in die restliche Brühe gegeben, so dass man eine Reissuppe erhält.
Nudelsuppe “Ramen” nach Hakata-Art
Nudelsuppe “Ramen” nach Hakata-Art
(hakata ramen)
Sie ist wohl das berühmteste Gericht aus Hakata und wird mit einer hellen, kräftigen Brühe aus Schweinshaxe und mit dünnen, dabei aber relativ festen Ramen-Nudeln serviert. Die Nudeln werden mit dünnen Scheiben von gebratenem Schweinefleisch belegt und mit reichlich gehacktem Lauch bestreut. Roter eingelegter Ingwer, Sesam oder Pfeffer kann sich der Gast nach Belieben selbst dazu nehmen. Da die Nudeln so dünn sind, sollten sie möglichst bald und in einem Zug verzehrt werden, bevor sie zu weich werden. In die übrig gebliebene Brühe kann man sich eine neue Portion Nudeln geben lassen – so genannte „kaedama“, eine weitere Besonderheit von Hakata-Ramen.
Innereien-Eintopf
Innereien-Eintopf
(motsunabe)
„Motsu“ sind die Därme und Innereien von Rindern, die für dieses kalorienarme und dabei doch nährstoffreiches Gericht verwendet werden. In Fukuoka wird es mit einer Brühe aus Bonito oder Konbu zubereitet, die mit Sojasauce oder Misopaste gewürzt wird. In dieser Brühe mit reichlich Knoblauch werden die Innereien zusammen mit Lauch und Weißkraut gekocht. Auch Chilischoten dürfen nicht fehlen. Den Abschluss bilden dicke Nudeln, die in die restliche Brühe gelegt werden, nachdem alle anderen Zutaten gegessen wurden. Wer dieses Gericht einmal probiert hat, wird garantiert davon begeistert sein. Viele Restaurants wetteifern darum, die beste Version anzubieten. In der letzten Zeit erfreut sich „Motsunabe“ auch bei Frauen immer größerer Beliebtheit.
Erdbeeren
Erdbeeren
Der Name dieser kräftig roten, großen, saftige Erdbeeren mit hohem Süßegehalt aus Hakata setzt sich zusammen aus den japanischen Worten für „rot” (akai), „rund” (marui), „groß” (okii) und „gut” (umai). Sie sind ein wichtiges Produkt Fukuokas. Mit ihrem hohen Anteil an Ballaststoffen und Vitamin C und ihrem saftigen Aroma sind sie weit über Fukuoka hinaus begehrt.
Offene Verkaufsstände
Offene Verkaufsstände
(yatai)
Die offenen Verkaufsstände geben dem Nachtleben von Fukuoka Farbe. Ihre Ursprünge waren einfache Verkaufswagen, die kurz nach dem Krieg in den Trümmern der Stadt auftauchten und Lebensmittel anboten. Heute gibt es etwa 190 solcher Läden in der Stadt, die Ramen-Nudelsuppe, Tempura und weitere gekochte und gebratene Gerichte anbieten. Sie bilden einen Gegensatz zur modernen Stadtkulisse, und wenn man unter den Vorhängen hindurch in den Laden eintaucht, kommt man sich fast vor wie in eine andere Welt versetzt, die dreißig oder vierzig Jahr zurück liegt. Sowohl die Kochkunst als auch die gesamte Umgebung sind hier nostalgisch einladend.
Gefüllte Teigtaschen
Gefüllte Teigtaschen
(hakata gyoza)
„Gyoza” aus Hataka sind besonders klein. In der knusprig gebratenen Teighülle ist saftiges, kräftig gewürztes Hackfleisch. Da die Teigtaschen so klein sind, kann man sie mit einem Biss verzehren, so dass nichts vom Inhalt verloren gehen kann. Auch für Frauen ist es kein Problem, einen ganzen Teller davon zu verzehren. Sojasauce oder Essigsauce werden nach Belieben dazu serviert.
Frischer Fisch
Frischer Fisch
(sengyo)
Frischer Fisch aus der Genkai-See, einer der Schatzkammern der Fischerei, ist preiswert und gut! Überall in der Stadt gibt es Lokale, die frische rohe Scheibchen vom Fisch der Saison, in Sesam frittierte Makrelen und vieles mehr anbieten, und die Auswahl an frischem Fisch in den Sushi-Lokalen ist stets reichhaltig. Alle diese Gerichte laden dazu ein, mit Schnaps aus Kyushu zusammen genossen zu werden. Neben dem zentralen Großhandelsmarkt von Fukuoka befindet sich das Markthaus „Ichiba Kaikan“ mit einer Reihe von Restaurants, die z.B. Reisgerichte mit Seeigelpaste oder mit frischem rohem Fisch zu geringen Preisen anbieten. Einige der Restaurants haben 24 Stunden durchgehend geöffnet.
Seetangstreifen
Seetangstreifen
„Okyuto“ waren schon in der Edo-Zeit bei den einfachen Bürgern Hakatas beliebt und sind fester Bestandteil des traditionellen Frühstückstisches. Hierfür wird eine besondere Art von Seetang verwendet, der in Wasser gekocht, flach ausgebreitet und dann getrocknet wird. Anschließend wird er in dünne Streifen geschnitten und mit einer Sauce nach Belieben, zum Beispiel Essig-Soja-Sauce oder Sojasauce mit Sesam, verzehrt. Die nudelähnlichen „Okyuto“-Streifen passen gut zu Reis.